Abadar

DER HERR DER ERSTEN SCHATZKAMMER

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Gott der Städte, des Reichtums, der Händler und der Gesetze

Gesinnung: Rechtschaffen/Neutral

Abadar wohnt in der perfekten Stadt Axis in dem großen Bezirk Aktun. Dort wacht er über die Erste Schatzkammer, einen magischen Schatz, der, vom makellosen Langschwert bis hin zum fehlerfreien Gesetz, eine perfekte Kopie jeden Objekts enthält, das je angefertigt wurde. Abadar ist ein geduldiger, berechnender und weitsichtiger Gott. Sein Wunsch ist es, die Zivilisation in die Grenzgebiete zu bringen, Ordnung in der Wildnis zu schaffen und all denen Reichtum zu bringen, die die Entwicklung der Ordnung unterstützen. Seine Anhänger sind in der Hauptsache Richter, Kaufleute, Anwälte und Adelige, also all jene, die von stabilen Gesetzen und stabilem Handel profitieren. Er erwartet, dass seine Anhänger den Gesetzen Folge leisten (das gilt allerdings nicht für närrische, widersprüchliche, zahn- oder sinnlose Gesetze) und aktiv auf die Förderung von Ordnung und Frieden hinarbeiten. Abadar wird oft als reinlicher, gut gekleideter Mann dargestellt, an dem man die Merkmale von Reichtum und Zivilisation erkennt und der stets einen oder mehrere Schlüssel bei sich trägt.

Abadars grundsätzliche Lehren sind einfacher Natur: Man sollte seine Begabungen dazu einsetzen, die Ausbreitung der Zivilisation über die ganze Welt zu fördern, um den Handel in Gang zu setzen und es den Leuten zu ermöglichen, ein ordentliches,behagliches und glückliches Leben zu führen. Abadar verfolgt eine Politik sorgfältiger Balance zwischen Gut und Böse, da er die Vorteile beider Seiten sieht und sich weigert, eine der beiden zu bevorzugen. Seine Anhänger halten ihn dafür verantwortlich, die zivilisierten Völker von einfachen Stämmen zu Wesen erhöht zu haben, die dazu fähig sind, riesige Städte zu bauen. Er befähigt die Menschen zu diplomatischer Rede, führt die Stifte der Gesetzgeber und lenkt Münzen in die Hände derjenigen, die guten Handel treiben.

Abadar respektiert vorsichtiges Denken und lehnt impulsives Handeln ab, da dieses nach seiner Meinung nur zu primitiven und zerstörerischen Augenblickseingebungen führt. Er lehrt, dass Disziplin, scharfsinnige Beurteilung und die Einhaltung der Gesetze schließlich zu Reichtum, Behaglichkeit und Glück führen werden. Er hält nichts von Almosen. Daher verkaufen seine Tempel Tränke und Heilzauber, statt sie kostenlos an in Not befindliche Personen zu geben.

Anh_nger_Abadars.jpgAbadars persönliche Eingriffe in die Welt der Sterblichen geschehen in der Form von Hinweisen oder Gelegenheiten, weniger durch direkte Geschenke. Anhänger, die seine Gunst verlieren sind möglicherweise zu einem ungünstigen Zeitpunkt knapp bei Kasse, verlieren mitten in einer wichtigen Verhandlung ihre Beredsamkeit oder werden in der Ausübung ihres Handwerks oder ihrer Kunst behindert. Wenn Abadar zufrieden ist, sind Handelsabschlüsse profitabler als erwartet, Projekte kommen vorzeitig zum Abschluss und Reisen nach oder innerhalb einer Stadt benötigen weniger Zeit als es normalerweise der Fall wäre. Er greift auf subtile Weise ein, da er von seinen Anhängern erwartet, dass sie ihre Arbeit selbst verrichten. Abadar wird als gutaussehender Mann mit schwarzen Haaren und in kostbare Gewänder gekleidet abgebildet. Oft ist er in einen goldenen Mantel oder Umhang über einem goldenen Brustpanzer gewandet und trägt viele Schlüssel mit sich. Auf Darstellungen von Menschen, Zwerge und Gnomen hat er einen Bart, während Elfen ihn ohne Bart, dafür aber mit langen Zöpfen abbilden, die durch goldenes Garn zusammengehalten werden.

Abadars Herold ist der Rechtsbringer, ein gigantisches goldenes Konstrukt mit einem zweihändigen Hammer. Er benutzt oft zweiköpfige celestische Adler als Nachrichtenüberbringer. Ailrin Pfeilmacher (ein goldener Avoralscout), Steinhuf (ein gerüsteter celestischer Pferdegreif, der auch als Altstein bekannt ist) und der Geist Malthus (ein finsteres Schreckgespenst, das oft als Warnung vor Seuchen begünstigender Überbevölkerung erscheint) sind namhafte Externare in seinen Diensten.

Abadar hat Verständnis dafür, dass eine fortgeschrittene Zivilisation viele spirituelle Bedürfnisse hat und dass daher die Mitglieder einer Gesellschaft zu verschiedenen Göttern beten. Daher versucht er, eine gewisse zugängliche Gelassenheit zu bewahren, wenn es um andere Götter geht. Seine erklärten Feinde sind nur diejenigen, die direkt seinen Überzeugungen und Zielen entgegenstehen, also insbesondere Rovagug und in geringerem Ausmaß Lamashtu. Zwar ist er unter Umständen bereit, mit ihnen über bestimmte Ziele zu verhandeln, die beiden verweigern sich aber prinzipiell. Er pf legt freundlichen Umgang mit Erastil, Iomedae, Irori, Shelyn und sogar Asmodeus (mit letzterem aber nur wegen dessen Glauben an die Notwendigkeit, Verträge einzuhalten). Abadar weiß, dass er mit seinen Bestrebungen Gozreh des öfteren verärgert, da dieser es lieber sehen würde, wenn die Teile der Welt, die sich noch im Naturzustand befinden, unberührt blieben. Er ist aber davon überzeugt, dass er schließlich einen Kompromiss mit Gozreh finden wird.

Abadar

Das Erwachen der Runenherrscher Lampshader