Desna

DAS SPHÄRENLIED

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Göttin der Träume, der Sterne, der Reisenden und des Glücks

Gesinnung: Chaotisch/Gut

Die Legende sagt, dass, als die Götter die Welt erschufen, Desna damit beschäftigt war, die Sterne an den darüber hängenden Himmel zu setzen, und dass sie es zufrieden gewesen sei, die anderen Götter eine Welt voller Wunder erschaffen zu lassen, die sie und ihre Anhänger erkunden konnten. Seit diesem Tag werden alle, die zu den Sternen hinauf blicken, von den zahllosen Mysterien des Himmels gefangengenommen. Führer, Scouts, Abenteurer und Seefahrer, aber auch Karawanenführer und Geschäftsreisende preisen ihren Namen; ihr Glück macht sie bei Glücksspielern und Dieben zu einer sehr beliebten Göttin. Desna wird als anmutige Elfenfrau mit leuchtend bunten Schmetterlingsflügeln auf ihrem Rücken dargestellt, die in wallende Gewänder gekleidet ist und die meistens von Wolken aus Schmetterlingen umgeben ist.

Desna ist eine impulsive und gleichzeitig unnahbare Göttin, die die Freiheit, Entdeckungen und Geheimnisse liebt. Ihre Unnahbarkeit ist nicht aus Arroganz geboren, sondern aus dem Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten sowie ihrem Wunsch, von keinerlei Sorgen belastet zu sein. Sie ist eine Ansammlung von Gegensätzen: eine uralte Göttin, die nicht gerne die Zukunft vorhersagt, eine Reisende, der das Ziel der Reise unwichtig ist, eine sorgenfreie, instinktiv handelnde Kreatur, die von einer Äonen zurückreichenden Vergangenheit heimgesucht wird. Und eine Göttin des Friedens, die zum Kampf mit alten Feinden gezwungen ist. Trotz der Last des Alters und der Sterne, die auf ihr liegt, bleibt sie auf ewig jung.

Manche glauben, dass Desna eine gedankenlose, flatterhafte Göttin sei, die sich leicht ablenken lasse. Und doch hat sie auch eine harte, kalte Seite, die nur wenige zu sehen bekommen und die aus Verlusten, Tragödien und Schlachten geboren wurde. Als Göttin des Glücks glaubt sie fest daran, dass es immer eine Chance auf Erfolg gibt. Sie weiß, dass die Leute das Unbekannte fürchten, dass sich Träume in Alpträume verwandeln können und dass ein helles Schicksal sich zu einem finsteren Verhängnis wenden kann. Diese gegensätzlichen Charakterzüge definieren sie und geben ihr ein Ziel, gegen das sie sich stemmen kann. Denjenigen, die ihre Domänen korrumpieren wollen oder die ihren Freunden und Anhängern Unrecht getan haben, stellt sie sich daher entgegen.

Desna_Schmetterling.jpgDesna erscheint am liebsten in der Gestalt von Träumen und übersendet auf diese Weise einfache Eindrücke, Visionen oder sogar Prophezeiungen, an die sich der Schläfer auch nach seinem Erwachen noch deutlich erinnern kann. In seltenen Fällen kann es geschehen, dass ein Anhänger, der sich in einer Notlage befindet, beim Aufwachen feststellt, dass er die Vorteile eines hilfreichen, geringeren Zaubers genießt, die den ganzen Tag über anhalten. Wenn Träume nicht der geeignete Weg sind oder falls die Zeit knapp ist, deutet Desna ihre Gunst mit Schwärmen von Schwalbenschwänzen, Spatzen, Libellen, Gänsen, die in der Formation eines vierstrahligen Sterns f liegen, oder der rechtzeitigen Ankunft von als Boten eingesetzten Vögeln an. Ihr Missfallen zeigt sie durch einen traumlosen Schlaf, der dem Schläfer keine Erholung bringt (als wenn besagte Person überhaupt nicht geschlafen hätte), durch wunde Füße, Botschaften überbringende Tiere, die ihre Botschaften verlieren oder durch kleinere Reiseunfälle.

Desnas Avatar ist eine schöne, aber keusche weibliche Elfenakolythin ihres Glaubens. Wenn sie ihre wahre Natur enthüllen möchte, wird ihre Kleidung zu einem wehenden Seidengewand und aus ihrem Rücken wachsen hübsche, bunte Schmetterlingsf lügel, deren Farben in ernsten Situationen allerdings blasser erscheinen und eher der Form von Mottenf lügeln ähneln. Desnas Herold ist der Nachtmonarch, ein schmetterlingsähnlicher Externar, der so groß wie ein Drache ist. Erwähnenswerte Externare in ihren Diensten sind Nachtspeer (ein grimmiger Avoral), der Prinz des Nachthimmels (ein arroganter Dschinn) und Kummerbrand (ein zur Dramatik neigender Lillend).

Desna ist sehr vorsichtig, wenn es darum geht, sich anderen gegenüber verwundbar zu machen, ermutigt allerdings selbst göttliche Werber, neue Dinge zu entdecken und erkunden, während sie versuchen, ihr den Hof zu machen. Cayden Cailean hat Versuche unternommen, Desna zu umwerben, eine von ihr als liebenswert empfundene Tändelei, die sie an ihre eigene Jugend erinnert. Sie bekämpft Zon-Kuthon, weil sie möchte, dass die Nacht eine Zeit der Wunder bleibt und nicht zu einer Zeit der Furcht und Unterdrückung wird. Rovagug streitet mit ihr um die Leere des Alls, in der ihre Sterne verweilen. Endlos sind ihre Kämpfe mit Ghlaunder und Lamashtu. Desnas einzige Quellen des Trostes unter den Göttern sind Sarenrae, die ihre Wunden pf legt, nachdem sie die Übel der Nacht bekämpft hat, sowie Shelyn, die ihren Geist wieder kräftigt und neue Wunder erschafft, die es zu erforschen gilt.

Desna

Das Erwachen der Runenherrscher Lampshader