Chelaxianer

Die Chelaxianer gedeihen im südwestlichen Teil von Avistan und durch die Ruhmestaten ihres einst mächtigen Reiches verbreitet sich der chelische Samen überall in der Region der Inneren See. Chelaxianer sind stolz, kultiviert, intelligent, ambitioniert, organisiert und ruchlos und sie sind zu einem dynamischen Machtfaktor in der Welt geworden – was für die Welt nicht immer von Vorteil ist.

Cheliaxianer.jpgChelaxianer sind im Großen und Ganzen geschäftige, aggressive, selbstsichere Menschen mit einem feinen Geschmack für Kultur, die die besten und schlechtesten Eigenschaften der Taldani und Ulfen in sich vereinen. Sie sind überaus organisiert und erlangten daher schnell die Vorherrschaft in ihrem großen Machtgebiet in Avistan. Sie untergruben die Macht des früheren taldanischen Imperiums, führten danach erfolgreich eine Rebellion gegen dieses an und beherrschten schon bald direkt oder indirekt die umgebenden Länder. Auf diese Weise schufen sie das Chelische Imperium. Sie schafften es sogar, das religiöse Zentrum der Anbetung des Gottes Aroden aus Taldor in ihr Imperium zu verlegen und breiteten sich in einer Reihe von Konflikten, die als Ewiger Krieg bekannt wurden, sowohl nach Norden bis nach Varisia als auch nach Süden in Richtung Garund aus.

Die angeborene Selbstsicherheit der Chelaxianer leistete ihnen beim Tod ihres beliebten Gottes und dem anschließenden Bürgerkrieg gute Dienste. Die heutigen Chelaxianer glauben, dass sie von Natur aus eher dazu fähig sind, mit bestimmten Situationen umzugehen, als andere Völker. Dies äußert sich entweder in einem hilfreichen, bejahenden Ratschlag oder in der arroganten Ablehnung eines gegenteiligen Standpunktes. Aufgrund ihrer aggressiven Einstellung halten sie selbst in Zeiten höchster Verzweiflung durch.

Diese Selbstsicherheit wird durch eine lange, reiche Ahnenreihe und der Liebe zur Gelehrsamkeit verstärkt, die sich in Theologie, arkanen Studien und der Erfindung von Maschinen widerspiegelt. Chelaxianische Spezialisten sind besonders begabt darin, neue Technologien zu entdecken, zu entwickeln und zu übernehmen, die sie selbst erforscht oder von anderen Kulturen abgeschaut haben.

Sowohl in ihren Wohnstätten als auch an ihrer Person ziehen Chelaxianer reiches Geschmeide vor. Zur beliebtesten Ausstattung gehören Kleider aus Samt oder Seide beziehungsweise Wamse mit reichem Brokat und Spitzenrand. Häufig wird darüber ein Umhang mit seltener und wertvoller Farbe oder aus dem Pelz irgendeiner ungewöhnlichen Kreatur getragen. In härteren Gefilden ziehen sie gravierte Rüstungen (häufig zwergischer Machart) und filigran verzierte Waffen reicher und wohlbekannter Herkunft vor. Das heißt nicht, dass sie sich zu schade dafür sind, in Zivilkleidung zu reisen oder sich unters gemeine Volk zu mischen, um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, sollte das Geld einmal knapp werden oder die Umstände es verlangen. Jedoch geben sie niemals ihre Haltung auf und können ihre Selbstsicherheit nicht verbergen.

Chelaxianer verehren jene Helden, die ihre eigenen Werte verkörpern: Stärke, Adel, Ehrgeiz und – vor allem – Erfolg. In größeren Gemeinden werden Helden aus Cheliax für gewöhnlich durch Titel, Schenkung von Land und Eheschließung in die respektableren Häuser aufgenommen. Gleichermaßen werden jene Helden, die als Bedrohung lokaler Herrscher angesehen werden, überwacht und, falls nötig, aus dem Weg geräumt – ob nun durch einen Auftrag, der sie in andere Gegenden führt, oder im Stillen, tief im Dunkel der Nacht.

Als Volk nehmen sie Schwüre, Verträge und Versprechen sehr ernst und glauben daran, dass man nach den Regeln spielen muss, während sie gleichzeitig nach Schlupflöchern suchen, um diese Regeln am besten umgehen zu können. Im Allgemeinen sind sie organisiert und arbeiten gemeinsam, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wobei sie die Anweisungen einer bewährten und anerkannten Führungspersönlichkeit befolgen. Ein solches organisatorisches Talent hat sich bei den Legionen des Imperiums bei ihren Eroberungsfeldzügen bewährt, wenngleich die Nation auch nicht gegen gelegentliche Rebellionen und Unruhen gefeit ist. Ein typischer Witz besagt, während die Varisier eine wütende Menge bilden, bilden die Chelaxianer stattdessen eine wohlgeordnete, missbilligende Schlange.

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