Mundatei

Der Obeliskenwald von Mundatei ist kein wirklicher Wald. Der erste Eindruck, den Reisende bekommen, wenn sie über den Kamm in das weitläufige Tal von Mundatei kommen, ist eher der eines gewaltigen Gewirrs aus Menhiren: Abertausende von dreißig Meter hohen Steinen, die an manchen Stellen mit spiralförmigen Mustern aus Runen bedeckt sind. Der Anblick ist atemberaubend, und schon seit langem geht das Gerücht, die Obelisken seien hohl und voller Schätze. Als jedoch vor knapp einhundert Jahren eine Gruppe korvosischer Forscher ein Dutzend dieser Obelisken auf brachen, fanden sie heraus, dass jeder Obelisk einen verrenkten, längst toten Menschenkörper beherbergte, dessen Gliedmaßen und Gesichtsausdruck vor Schmerz und Schrecken verzerrt war. In derselben Nacht wurde das Lager der Forscher von grässlichen Untoten angegriffen, deren Fleisch so hart war wie Stein und deren Augen grausig lebendig und frisch wirkten. Ein Dutzend wurde von den Untoten weggetragen, und als die Überlebenden am nächsten Tag nach ihnen suchten, konnten sie keine Spur finden – doch die zwölf geöffneten Obelisken hatten wieder ihre ursprüngliche Form angenommen, als wären sie nie berührt worden. Seit diesem schicksalhaften Tag sind nur wenige nach Mundatei zurückgekehrt.

Mundatei

Das Erwachen der Runenherrscher Lampshader